Essen gehen oder liefern lassen: Was ist wirklich günstiger?
Das Bauchgefühl sagt: Liefern lassen ist teurer als hingehen. Pro Gericht stimmt das oft. Aber das Bauchgefühl vergisst den Parkplatz, die Apfelschorle, die im Lokal das Dreifache kostet, das Trinkgeld und den Heimweg. Die richtige Antwort hängt davon ab, wer isst, was gegessen wird und wie du zum Restaurant kommst.
Was das Bauchgefühl sagt und was es vergisst
Gericht für Gericht ist der Lieferdienst oft teurer als das Lokal. Das Restaurant zahlt der Plattform eine Provision und legt einen Teil davon auf den Preis in der App um, dazu kommen Liefergebühr und manchmal eine Servicegebühr. Ein paar Euro Unterschied für dasselbe Gericht sind keine Seltenheit.
Aber den Preis eines Gerichts in der App mit dem auf der Karte im Lokal zu vergleichen, heißt, zwei Teile einer Rechnung zu vergleichen, nicht zwei Abende. Im Restaurant gibt es ein Getränk zum Essen, vielleicht ein zweites, einen Espresso danach, und die Anfahrt kostet. Zu Hause trinkst du, was im Kühlschrank steht. Ein Durchschnittswert sagt darüber nichts, deshalb zitieren wir hier auch keinen: Besser ist, die Rechnung für deinen eigenen Abend aufzumachen.
Und noch etwas klärt der direkte Vergleich nicht: Eine Lieferbestellung kann eine Person satt machen oder eine ganze Familie. Vergleich deshalb immer die Kosten pro Person und nicht den Bestellwert gegen die Restaurantrechnung.
Was auf die Restaurantrechnung kommt
Im Lokal ist das Gericht meist günstiger als in der App, weil keine Plattform-Provision anfällt, und die Bedienung ist in Deutschland im Preis enthalten. Dafür kommen andere Posten dazu. Zuerst die Getränke: Apfelschorle, Bier oder Wein kosten am Tisch ein Vielfaches vom Supermarktpreis, und kaum jemand verzichtet darauf. Dann die Vorspeise oder der Nachtisch, die man zu Hause nicht genommen hätte. Und das Trinkgeld, das üblicherweise dazukommt, oft rund zehn Prozent.
Und dann die Anfahrt: Sprit und Parken, Ticket für Bus und Bahn oder das Taxi, hin und zurück. In der Innenstadt kann allein das Parkhaus mehr kosten als die Liefergebühr. Diese Kosten stehen nicht auf der Rechnung und fallen deshalb aus dem Vergleich heraus, den man im Kopf anstellt.
Was auf die Rechnung vom Lieferdienst kommt
Beim Lieferdienst kostet das Gericht oft etwas mehr als im Lokal, weil das Restaurant einen Teil der Provision umlegt. Dazu kommen die Liefergebühr, manchmal eine Servicegebühr und, wenn du willst, ein Trinkgeld für den Fahrer. Dafür kommt das Getränk aus deinem eigenen Vorrat, und es gibt weder Anfahrt noch Parkplatzsuche.
Ein erfundenes Beispiel für zwei Personen. Lieferdienst: zwei Gerichte zu 14 €, 2,99 € Liefergebühr und 1,50 € Servicegebühr, zusammen 32,49 €, mit Wasser aus der Leitung und einer Limo aus dem Kühlschrank. Restaurant: zwei Gerichte zu 13 €, zwei Apfelschorlen zu 4 €, rund 10 % Trinkgeld, zusammen etwa 37,40 €, plus 4 € fürs Parken. Hier ist der Lieferdienst knapp 9 € günstiger. Ändere eine einzige Variable (du gehst zu Fuß, du trinkst nur Leitungswasser) und das Ergebnis kippt.
Der Artikel über Liefergebühr und Servicegebühr erklärt jeden versteckten Kostenpunkt der Bestellung im Detail.
Wann was gewinnt
Das Restaurant gewinnt, wenn du in der Nähe wohnst und zu Fuß hingehst, wenn das Gericht auf dem Weg stark leidet und wenn der Abend selbst das Programm ist, nicht nur das Essen. Steak ist das klassische Beispiel: Ein Hüftsteak, das vom Grill direkt auf den Teller kommt, ist nach zwanzig Minuten in einer Box nicht mehr dasselbe. Frische Pasta leidet ebenfalls. Im erfundenen Katalog von SemFood gehören Läden wie das Estancia Sur Steakhaus mit seinem Hüftsteak und Kräuterbutter oder der Pastificio Farina & Uovo, wo der Teig jeden Morgen ausgerollt wird, zu denen, die man am besten im Lokal genießt.
Der Lieferdienst gewinnt, wenn die Gruppe groß ist und im Lokal alle Getränke und Vorspeisen nehmen würden, wenn die Anfahrt teuer ist, wenn das Gericht gut reist (Pizza, Döner, Eintopf) und wenn du einfach zu Hause bleiben willst. Zeit und Ruhe haben auch einen Wert, auch wenn sie in keiner Rechnung stehen.
Selbst kochen schlägt beide fast immer beim Preis. Für alle, die sparen wollen, lautet der faire Vergleich selten Lieferdienst gegen Restaurant, sondern eines von beiden gegen die eigene Küche.
Mach deine eigene Rechnung
Um zu wissen, was die Gewohnheit des Bestellens in deinem Monat ausmacht, gib Häufigkeit und Betrag ins Sparometer ein. Ist das Ergebnis höher, als dir lieb ist, zeigt der Ratgeber weniger für Lieferdienste ausgeben, wo du zuerst ansetzt.
Und wenn ein Teil des Vergnügens darin besteht, zwischen Grill & Steak und dem Italiener zu schwanken, kannst du das bei SemFood tun, ohne Geld auszugeben: Die Bestellung ist simuliert, von der Speisekarte bis zum Fahrer auf der Karte, und nichts wird berechnet oder geliefert. Alle Restaurants sind dort.
Ist der Lieferdienst teurer als das Restaurant?
Pro Gericht oft ja, wegen Provision und Gebühren. Aber Getränke, Trinkgeld und Anfahrt können die Rechnung in deinem Fall umdrehen. Vergleich immer die Kosten pro Person für den ganzen Abend.
Warum ist das Gericht in der App teurer als im Lokal?
Weil das Restaurant der Plattform für jede Bestellung eine Provision zahlt und oft einen Teil davon auf den Preis in der App umlegt.
Welche Gerichte isst man besser im Restaurant?
Die, die auf dem Weg an Qualität verlieren, etwa ein Steak direkt vom Grill oder frische Pasta, und Anlässe, bei denen das Ausgehen selbst das Programm ist.
Was ist am günstigsten von allem?
Meistens selbst kochen. Der Vergleich zwischen Lieferdienst und Restaurant zählt vor allem für alle, die schon entschieden haben, nicht zu kochen.